die überwindung der nothwendigkeit ist notwendig

die überwindung der notwendigkeit ist notwendig.das gilt für die praxis und für die theorie.
nichts ist so nothwendig wie die überwindung der nothwendigkeit.
denn im namen der nothwendigkeit werden wir unterdrückt-wir erwerbslosen,wir armen,wir vielen,wir überflüssigen wir andersdenkenden.
aber wir werden nicht nur im namen der nothwendigkeit unterdrückt,wir lassen uns auch im namen der nothwendigkeit unterdrücken.
wir müssen daher damit anfangen die suggerierten nothwendikeiten kritisch zu hinterfragen.
dass ist eine pilosophische aufgabe.es reicht aber nicht wenn nur einige wenige sie erfüllen.
denn in einer demokratischen gesellschaft kommt es auf die mehrheit an und nicht auf die wenigen die intelligent genug sind um den betrug der herrschenden spontan zu durchschauen.
es ist also zu fragen unter welchen bedingungen die autonome vernunft der vielen möglich ist.dass ist eine uralte frage der politischen bildung und sie ist wichtig auch für die weiterentwicklung der politische theorie einer demokratischen gesellschaft.
wie entsteht die illusion der nothwendigkeit?
welche denkerInnen haben schon wertvolle beiträge zu einer kritik der notwendigkeit geleistet?

wir müssen zwei ursprünge der notwendigkeitsideologie unterscheiden.
erstens die erfahrung von zwang im alltag
und zweitens die legitimation von zwang durch das affirmative denken korrupter systemkonformer intellektueller

möglicherweise gibt es auch noch einen dritten ursprung der notwendigkeitsideologie insofern nämlich selbt die systemfeindlichen kritiker von dem was sie bekämpfen auf der strukturellen ebene beeinflusst sind.


dem kaufmann erscheint es als notwendig die wünsche der kunden zu erfüllen weil er kein freier mann ist sondern im wettbewerb mit anderen kaufleuten steht.
handelt er anders als es der markt befiehlt so wird er seine wirtschaftliche existenz verlieren.

dem arbeiter erscheint es als nothwendig seine arbeitskraft zu verkaufen,weil er mittellos ist.
tut er es nicht so wird seine wirtschaftliche existenz vernichtet

den politikern erscheint es als notwendig ihr land an den weltmarkt anzupassen ,weil sich das kapital sonst anderwo investiert,wo es mehr profit machen kann.

was in diesen drei fällen als nothwendig erscheint,ist nicht wirklich notwendig.vielmehr ist die nothwendigkeit in all diesen fällen die folge eines verlustes der freiheit .eine notwendigkeit die erst erscheint nachdem die souveränität verloren gegangen ist,kann nicht als eine wirkliche notwendigkeit betrachtet werden,weil der verlust der souveränität ,nicht notwendig ist.

aber stimmt das?gibt es eine alternative zum verlust der souveränität?oder um es anders auszudrücken :ist freiheit möglich.

es gibt dinge die wirklich nothwendig sind:das scheissen und pinkeln ist zweifelsohne nothwendig.
es ist so nothwendig wie das essen und trinken.
es handelt sich hier um nothwendige natürliche bedürfnisse aller menschen und tiere.
sie lassen sich nicht negieren.sie sind im vollen sinne real.

hingegen sind sehr viele dinge die als nothwendig erscheinen,nicht wirklich notwendig,oder sie sind es nur unter bedingungen,die sich aufheben lassen und insofern nicht nothwendig sind.

weil der arbeiter mit dem bewusstsein eines knechtes an der arbeit haftet,vermag er nicht zu erkennen dass arbeit in wirklichkeit zu einem grossen teil gar nicht nothwendig ist.
infolgedessen rebelliert er nicht gegen die arbeit und setzt so die ganze kette der nothwendigkeiten in gang ,die die welt verwüstet.
nur der streikende arbeiter verdient achtung.
und indem masse in dem der arbeiter sein recht zu streiken und der streik seine macht etwas zu bewirken verliert wird die arbeiterklasse als politisches subjekt ausgelöscht.

der arbeiter kann im prinzip die ganze bestehende gesellschaftsordnung wegstreiken.
das er es in der vergangenheit nicht getan hat,kann man zum teil damit erklären,dass er keinen grund dazu hatte,weil seine forderungen nach höherem lohn und besseren arbeitsbedingungen und mehr mitbestimmung erfüllt wurden
wenn er es aber heute nicht tut,so kann das nur mit seiner schwäche,mit seiner verzichtbarkeit,mit seiner austauschbarkeit,mit seiner erpressbarkeit erklärt werden,denn die reallöhne sinken oder stagnieren und die rechte der arbeitnehmerinnen werden abgebaut,und das nicht seit jahren sondern seit jahrzehnten und nicht nur in rezessionen sondern auch im boom.

das prinzip des streiks ist nicht mehr anwendbar.
die mehrheit der arbeitnehmer ist jederzeit austauschbar
und die minderheit die es nicht ist,hat eine so privilegierte position dass sie mit dem rest der arbeiterklasse nicht solidarisch ist.

deshalb muss an die stelle des streiks ein anderes mittel treten:die aktive sabotage der wirtschaft von aussen.

dies ist auch das einzige machtmittel dass den arbeitslosen geblieben ist.
sie sind ökonomisch betrachtet überflüssig und haben einen wert nur noch als störfaktor.
die arbeitslosen müssen die anderen daran hindern zu arbeiten,wenn sie ihre rechte durchsetzen wollen.
besetzungen von strassen sind dafür ein geeignetes mittel.


aber für welche rechte könnten die arbeitslosen kämpfen?

manche wollen einfach nur an der erwerbsarbeit beteiligt werden.sie wollen wieder arbeiter sein.
man kann diese insistenz auf dem recht auf arbeit als reaktionär oder nostaglisch betrachten,aber sie entspricht der bewusstseinslage von einem grossen teil der erwerbslosen.
ausserdem ist es rational die arbeit umzuverteilen,denn dass führt zu einsparungen im sozialetat,und zwar zu solchen die nicht mit einem verlust an sozialer sicherheit verbunden sind.

eine minderheit der erberbslosen ist aber geistig schon weiter:sie ist soweit gekommen,dass sie die arbeit prinzipiell in frage stellt.sie hat begriffen dass aus der arbeit das kapital und aus dem kapital die unterdrückung resultiert.
folglich fordert sie nicht das recht auf arbeit,sondern das recht auf faulheit.sie plädiert für eine dekonditionalisierung der sozialen grundrechte und ist insofern evolutionär und reformistisch im besten sinne des wortes.
die arbeitsverweigerer sind die wahren sozialdemokraten.
sie haben das prinzip des streiks radikalisiert,bis hin zur totalen arbeitsvertweigerung.
nicht alle bekennen sich dazu.manche verbergen auch ihre edle gesinnung aus angst vor repressalien seitens der behörden.
aber es werden immer mehr die mit der arbeit geistig fertig sind.
das ist sehr zu begrüssen.
selbt wenn man berücksichtigt,dass viele arbeitsverweigerer nicht jede arbeit verweigern würden sondern nur die schlecht bezahlte und schlecht abgesicherte,ist das nein zur arbeit ,sei es nun bedingt oder unbedingt ,absolut oder nur relativ zur arbeit ein ermutigendes zeichen von demokratischem bürgerstolz.
hier beginnt der entscheidende widerstand.

wieder andere wissen nicht nur was sie nicht mehr wollen,nämlich sich zu erniedrigenden bedingungen auf dem arbeitsmarkt verkaufen zu müssen sondern haben auch schon eine erste ahnung von dem ziel dass sie sich setzten müssen wenn sie wirklich frei werden wollen.

dieses ziel heisst eigentum.denn das eigentum ist die grundlage der freiheit.

der kapitalismus begann mit der enteignung der massen und er kann nur enden wenn die massen die kapitalisten enteignen.
dieser grosse kampf in dem es um alles geht,ist nothwendig ein politischer kampf,aber er kann nicht in den bahnen des zentralistischen bürgerlichen parlamentarismus geführt und gewonnen werden.
darum stellt sich die frage welche neue variante der demokratie revolutionstauglich ist.

die wiederaneignung der ressourcen durch das volk ist nicht etwas was von heute auf morgen über nacht durchgeführt werden kann.
vielmehr müssen alle strukturen die das kapitalistische privateigentum garantieren nach und nach zum verschwinden gebracht werden.
die revolution kann nur vollenden was die reformen begonnen haben.

ob die revolution kommt oder nicht ist völlig unwichtig.dass entscheidende ist die permanente vorbereitung der massen auf die revolution.

dies ist im übrigen keine aufgabe für berufsrevolutionäre,denn das lernen ist nicht etwas dass man delegieren kann.

das volk muss sich an vielen kleineren aufgaben üben bevor es erfolgreich an die grosse aufgabe der selbstbefreiung von der kapitalistischen tyrannis gehen kann.

das volk muss regieren lernen.nur ein volk dass regieren kann kann sich von den kapitalistischen und feudalistischen ausbeutern dauerhaft befreien .

eine einmalige schreckliche eruption des zornes der vielen reicht nicht.


vor allem aber müssen die söldnerheere verringert und abgebaut werden,denn es besteht kein zweifel daran dass die herrschenden kreise sie gegen das volk einsetzen werden wenn es sich erhebt.

eine revolution ist am leichtesten und sichersten wenn keine armee in der nähe ist

mit der polizei kann man zur noth noch fertig werden,sie wird zwar auf das volk schiessen,aber sie wird es wegen ihrer langen gewöhnung an demokratische gesetze nicht konsequent tun.und inkonsequente repression ist für eine revolution eher förderlich als abträglich.
teile der polizei werden überlaufen wenn erkennbar wird,dass die mehrheit der gesellschaft oder eine grosse minderheit hinter der revolution steht.
der staat hat nicht genug zum kadavergehorsam bereite polizisten um einen aufstand der massen mit hilfe der polizei zu unterdrücken.

aber mit hilfe des militärs könnte der staat einen aufstand der massen unterdrücken.

auch wenn die verfassung dies ausdrücklich verbietet,wird ein staat der eine effiziente militärmaschiene hat,sie im falle einer revolution unter irgendeinem vorwand,denn willfährige juristinnen elegant kontruieren werden,gegen das volk einsetzen.

die menschenrechte sind den herrschenden nur solange heilig,wie sie mit dem ausbeutungsinteresse nicht in einen widerspruch geraten.
das foltern und morden ist den herren nur solange verboten,wie sie ihre eigene vormachtstellung für sicher halten.noch jede herrschaft hat kurz vor ihrem ende gewissenlos zur gewalt gegriffen.
auf den schutz der verfassung kann man also in krisenzeiten nicht vertrauen.der einzige schutz vor dem militär besteht darin,es präventiv abzubauen.
aber dafür muss das volk die gefahr die vom militär für seine freiheit ausgeht erkennen.

der abbau des militärs ist nur in verbindung mit einer friedlichen aussenpolitik möglich.
man beteilige sich also nicht an auswärtigen strafexpeditionen gegen vermeintliche oder wirkliche terroristen.
man entschuldige sich für historisches unrecht.
man versuche mit allen in frieden zu koexistieren,auch mit religiösen fundamentalisten.
man lobe alles was an ihnen gut ist.
in den fragen in denen sie recht haben,gebe man ihnen recht.man lasse ihnen ihren wahn,sofern er sich in eine harmlose form bringen lässt.ja es kann sogar klug sein,wenn einige vernünftige intellektuelle zum islam konvertieren um das lager der vernünftigen das es auch im islam gibt zu verstärken.
diejenigen muslime die ihre religion verantwortlich praktizieren wollen soll man ehren .
man spare nicht an humanitären hilfen und man lasse nichts unversucht um mit friedlichen mitteln für den respekt vor universalen menschlichen werten zu werben.

sollten militärische interventionen im ausland trotzdem nothwendig werden,weil beispielsweise ein völkermord droht oder schon begonnen hat oder sich die menschenrechtssituation in einer region permanent verschlechtert,so überlasse man die aufgabe des militärischen eingreifens den vereinten nationen und mache sie rechtzeitig stark genug dafür sie auch wirklich zu erfüllen.
in diesem kontext ist es wichtig zu betonen,dass auch die vereinten nationen eine verfassung brauchen.
insbesondere die militärverfassung der vereinten nationen muss so gestaltet werden,dass von den truppen der vereinten nationen möglichst keine gefahr für die freiheit ausgeht.


diejenigen streitkräfte die man zur selbstverteitigung braucht dürfen nicht aus söldnern bestehen.
weil söldner gegenüber dem volk immer treulos sind,selbst dann wenn dies nicht unmittelbar erkennbar ist.
es darf also keine berufssoldaten geben.
man soll vielmehr eine selbstverteitigungsarmee haben,die für das volk repräsentativ ist.
zu diesem zweck verlose man die einberufungen .
alle die das los trifft müssen entweder militärdienst oder zivildienst leisten.
beide dienste dürfen nicht gut bezahlt werden,und beide sollen nebenberuflich erfüllt werden können.
die militärdienstleistenden sollen ihre offiziere selbst wählen.
die amtszeit der offiziere soll begrenzt sein.
das berufssoldatentum soll vermieden werden,weil es in krisenzeiten zwangsläufig zu einer tödlichen gefahr für die freiheit wird.
die selbstverteitigungsarmee darf niemals im ausland eingesetzt werden.


wenn man eine armee hat,die für das volk repräsentativ ist und die demokratisch organisiert ist,braucht man auch im falle einer sozialen revolution keinen putch zu befürchten.


für revolutionen ist es gut,wenn weder die regierung noch die opposition zu militärischen mitteln greifen.
konflikte die zivil ablaufen führen schneller und sicherer zu dem ergebnis für das eine gesellschaft reif ist.

ICH bin als revolutionär gegen das militär,und zwar nicht nur aus idealistischen rein humanitären gründen sondern weil ICH glaube dass das militär für revolutionen in der praxis nicht gut sondern schlecht ist.
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